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Die Wildbienen

In Österreich sind 696 Arten von Wildbienen nachgewiesen. Die artenreichsten Gruppen sind die Sandbienen (150 Arten), die Furchenbienen (ca. 100), die Mauerbienen (53) und die Hummeln (47).

Die häufigsten Wildbienenarten sind:

Die Größen variieren zwischen 4 Millimeter für die kleinste heimische Art, die Steppenbiene, und bis zu 30 Millimeter für die Holzbiene.

Ernährung

Die Wildbienen ernähren sich rein pflanzlich. Die Nahrungssuche erfolgt in unmittelbarer Nähe des Nestes. Der Nektar dient dazu, den Energiebedarf des Bienenvolkes zu decken - daher stellen Wildbienen auch keinen Honig her. Mit dem Pollen wird die Brut aufgezogen. Kuckucksbienen hingegen ernähren sich fast ausschließlich von Nektar. Da sie ihre Eier in die Brutzellen anderer Wildbienenarten schmuggeln, müssen sie selbst keine Nahrungsvorräte für die Larven anlegen. Diese Lebensweise hat ihnen auch den Namen gegeben. Einige Arten fliegen bereits bei sehr geringen Temperaturen und bestäuben damit früh blühende Obstgehölze und  Pflanzen.

Lebensweise

Über 90 Prozent der Wildbienenarten sind Einzelgänger und leben solitär. Das Weibchen erledigt das Brutgeschäft selbständig und errichtet meist nur 10 bis 20 Brutzellen. Es gibt aber auch einige staatenbildende Arten.

Bei vielen Wildbienen, etwa den Maskenbienen  und den Sandbienen, ist der Stachel so schwach, dass damit die menschliche Haut nicht durchdrungen werden kann.

Fortpflanzung

Wildbienen nisten vorzugsweise in Pflanzenstängeln, Holzritzen oder offenen Stellen in Lehm- u. Sandböden. Die Leinbiene (Hoplitis mocsary) kleidet die Innenwände ihres Nests mit Blütenblättern des Gelb-Leins (Linum flavum) aus. Die Zweifärbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) nistet in leeren Schneckenschalen. Aus dem Ei schlüpft nach einigen Tagen eine Larve, die den Pollenvorrat in der Brutzelle frisst, sich mehrmals häutet und über den Winter verpuppt. Erst im nächsten Frühjahr verlässt die fertige Biene ihre Brutzelle und ein neuer Entwicklungszyklus beginnt.

Wildbienen sind mannigfaltigen Bedrohungen ausgesetzt. Die Intensivierung der Kulturlandschaft, der Rückgang der biologischen Vielfalt, das Fehlen von naturbelassenen Rückzugsgebieten und der Mangel an Blütenangebot über die gesamte Vegetationsperiode setzen den Beständen zu.

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