No Mow May - Auszeit für den Rasenmäher

Geben Sie Wildbienen und anderen Insekten ganz einfach Heimat und Nahrung in Ihrem Garten - der "No Mow May" sorgt für Artenvielfalt und umweltbewusstes Gärtnern.

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Lassen Sie den Rasenmäher mal einen Monat pausieren und fördern Sie so die Artenvielfalt in Ihrem Garten.

Grasgrüner Rasen, ohne jegliche Blumen in Sicht - der klassische englische Rasen. Er ist schön und sieht perfekt aus, verlangt aber an viel Arbeit und zum Teil auch viel chemischer Behandlung. Nicht gerade ein gutes Zuhause für unsere Wildbienen und Insekten. Der sogenannte "No Mow May" soll für mehr Artenvielfalt sorgen und umweltbewusstes Gärtnern in den Vordergrund stellen. Wie das geht? Gönnen Sie Ihrem Rasenmäher einen Monat lang eine Pause!

Weniger Arbeit - mehr Nahrung & Heimat für Tiere

Durch eine Reduktion von Düngemitteln, Pestiziden und Bewässerung sowie durch nicht so häufiges Mähen, kann ein bestehender Gebrauchsrasen allmählich zu einem Blumenrasen umgestaltet werden. Das ermöglicht die Ansiedlung von Wildblumen im Rasen. Eine noch schnellere Umwandlung in eine wunderbar blühende Blumenwiese kann natürlich auch durch das Aussähen von geeignetem Saatgut geschehen. Pflanzen wie Gänseblümchen, Günsel und Ehrenpreis, die im Rasen wachsen, bieten Nahrung für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten.

Was ist der "No Mow May"?

In England, der Heimat des gepflegten Rasens, wurde von der Organisation Plantlife 2019 der „No Mow May“ ausgerufen: Im Mai soll einen Monat lang nicht gemäht werden, um so mehr Pflanzenvielfalt und Insektenreichtum zu fördern. Die Aktion "No Mow May" kann dazu beitragen, dass Rasenflächen mit Wildblumen als Zeichen für umweltbewusstes Gärtnern betrachtet werden und nicht als Nachlässigkeit.

In Etappen Mähen

Insekten und Kleintiere haben oft keine Chance, eine Mahd mit dem Rasenmäher zu überleben. Aus diesem Grund sollte gemäht werden, wenn wenig Insekten unterwegs sind, zum Beispiel an kühlen und bedeckten Tagen oder am Abend. Das Mähen mit Sense, Handmäher und Grasschere überleben Schmetterlinge, Bienen und Heuschrecken eher als eine Mahd mit Rasenmäher oder Motorsense. Wichtig ist in jedem Fall, nicht die ganze Fläche auf einmal zu mähen, damit den Tieren eine Rückzugsfläche bleibt. Das Schnittgut sollte 2 bis 3 Tage auf der Fläche verbleiben, damit die Samen ausfallen und Tiere sich zurückziehen können. Danach muss es aber entfernt und kompostiert oder verfüttert werden.