Futterquellen für Bienen im Herbst

Im Herbst wird es für Bienen immer schwieriger Futterquellen zu finden. Durch Zwischenbegrünungen auf Äckern wird das Nahrungsangebot auch in dieser Jahreszeit erhöht.

Im Rahmen des österreichischen Umweltprogramms ÖPUL werden verschiedene Begrünungsvarianten angeboten. Unter anderem auch solche die nach früh geernteten Kulturen (zum Beispiel Getreide) bis Ende Juli angebaut werden können. Damit kann die Begrünung die noch warme und strahlungsintensive Zeit nutzen, um Pflanzenmasse zu produzieren, sofern das Wasserangebot im Sommer ausreichend ist.

Durch diese frühen Anbautermine der Zwischenfrüchte kommen viele der angebauten Pflanzenarten auch im Spätsommer und Herbst noch in die Blühphase. Häufig verwendete Kulturen sind beispielsweise Buchweizen, Senf, Ölrettich, Phacelia, Kresse und noch einige mehr. Das Blühangebot für Bienen in einer sonst eher blüharmen Zeit des Jahres wird durch den Zwischenfruchtanbau der Bäuerinnen und Bauern maßgeblich erhöht und stellt daher einen wesentlichen Beitrag für die Insektenvielfalt dar.

Weitere positive Effekte von Begrünungskulturen entstehen, da sie den Boden bedecken und somit in den Sommermonaten die Erwärmung des Bodens reduzieren. Die intensive Durchwurzelung sorgt dafür, dass Nährstoffe, die von der Hauptkultur nicht aufgenommen oder durch die Bodenbearbeitung freigesetzt wurden, aufgenommen und in den Pflanzen gespeichert werden. Begrünungen bieten für Bodenorganismen eine hochwertige und vielfältige Nahrungsgrundlage und tragen wesentlich zur Erhöhung der Humusgehalte in den Böden bei.